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REISEKALENDER

Der bedeutende demographische Aufschwung sowie die wirtschaftliche Entwicklung Triests um die Jahrhundertwende fanden u.a. ihren großen Ausdruck in der Architektur der Stadt. Sie brachte zur damaligen Zeit besondere Blüten hervor.  Jugenstilvarianten von der Wiener Secession über das italienische "Liberty" bis hin zum Triestiner „Phantasy-Stil" ranken sich mit Sonnenblumen und Lilien an den Fassaden. Noch heute faszinieren die Bauwerke mit ihrer verspielten Schönheit sowie auch Spielarten des bis in die Jahrhundertwende reichenden Historismus mit seinen eklektischen Formen von Neobyzantinismus bis Neogotik. Der Streifzug für Architekturliebhaber führt in bekannte wie auch abgelegene Ecken der Stadt, in denen die Wohnhauskultur der Jahrhundertwende und die bunte italienische Architektur dieser Zeit hautnah aus einer völlig neuen Perspektive mit spannenden Hintergrundgeschichten erlebt werden kann. Selbst die Pausen stehen im Zeichen des Jugendstils: Das Frühstück wird unter goldenen, hundertjährigen Kaffeeblättern eingenommen, das Mittagessen betont mit vegetarischer Kost einen unbekannten Aspekt der Jugendstilbewegung, der besonders in Italien bis heute sehr kreativ ausgeprägt ist. Lassen Sie sich überraschen und freuen Sie sich auf Kunstvolles mit Geschichte und Freiheitsgedanken.

Samstag, 18. Februar 2023

Triest: Architektur um die Jahrhundertwende

Es gibt Städte, die sind untrennbar mit ihren Architekten verbunden, und Ljubljana mit Jože Plečnik (1872–1957) gehört ohne Zweifel dazu! Als berühmtester Schüler Otto Wagners, Begründer der modernen slowenischen Architektur und einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts prägte er nachhaltig das in seinem Baustil einzigartige Erscheinungsbild der Altstadt Ljubljanas. Dreieinhalb Jahrzehnte lang baute er Ljubljana zu einem architektonischen Juwel um, immer die Vision eines neuen Athens vor Augen (Pyramiden, Obeliske, Ballustraden u.ä. zeugen davon), sowie auch die Maxime einer grünen und in ihrer Tradition verhafteten Stadt. Den Fluss Ljubljanica stilisierte er zur Hauptschlagader der Stadt und machte seine berühmten unterschiedlichen Brücken und die am Fluss gelegenen imposanten Markthallen zu Postkarten- bzw. Selfiezusatz-Motiven. Seine konsequente, interessante Formensprache findet in den zahlreichen, bedeutenden Bauten ihren Ausdruck. Die Fahrt bietet die Auseinandersetzung mit den großen baulichen Errungenschaften der Stadt. Sie beginnt zum Einstieg in dessen einstigem Wohn- und Arbeitshaus und endet nach Schauplätzen in und um Ljubljana an dem von ihm beeindruckend gestalteten Kapellen-Ensemble auf einem Friedhof. Ein fesselnd-spannender Tag im Zeichen des großen Architekten darf erwartet werden!

Samstag, 25. Februar 2023

Ljubljana - ein architektonisches Juwel

Feinschmecker wissen es schon lange: Friaul hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem wahren kulinarischen Hotspot entwickelt. So vielseitig wie die Landschaft der Region ist, so reichhaltig sind auch die Aromen, die aus deren Boden gewonnen werden. Traditions- wie Qualitätsbewusstsein prägen die Arbeit der Winzer, Landwirte bis Gastronomen, gespickt mit deren sympathischem Gemüt und professionellem Können. Und das mag wohl der Grund sein, dass es in Friaul einfach immer köstlich schmeckt. Vielen der ganz besonderen Plätze kulinarischer Traditionen und Hochgenüsse gehen Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac seit langem auf den Grund. Als Wahlfriulaner und renommierte Autoren zahlreicher Bücher setzen sie sich seit Jahrzehnten mit der Faszination Friaul auseinander.  An diesem Tag führen sie zu ihren persönlichen Lieblingsproduzenten nahe ihres Wahlheimatortes in der Gegend von Codroipo, wo reichlich hinter die Kulissen geschaut und auch verkostet werden darf. Buon appetito und Saluti!

Samstag, 4. März 2023

Der gute Geschmack Friauls

Kunst, Prunk, Pracht und Noblesse – davon hat Venedig in Hülle und Fülle zu bieten. Die großen, steinernen Protagonisten in Gestalt der unzähligen Palazzi faszinieren bereits mit ihren Fassaden. Besonders atemberaubende Eindrücke mögen ihr oft geheimnisvolles „Dahinter“ als Ausstellungsflächen und Museen hinterlassen. Nicht weniger natürlich die gewaltigen Kunstjuwele, die sich im Inneren venezianischer Sakralbauten präsentieren. Der Tag ist dem  Besuch einer der bedeutendsten gotischen Kirchen der Serenissima gewidmet, zu deren Schönheit vor allem  berühmte Werke des Renaissancekünstlers Tizian beitragen. Und weiters dem Universalkünstler Mariano Fortuny! Wie er gemeinsam mit seiner Ehefrau Henriette lebte und in seinen Palazzo-Werkstätten schuf und kreierte, präsentiert das wiedereröffnete Museum Fortuny. Es zeigt das umfangreiche, außergewöhnliche Wirken im nicht weniger faszinierenden Palazzo.  Mit ein paar individuellen Stunden zum Nachsinnen klingt der Venedig-Tag aus.

Freitag, 10. März 2023

Kunstsinniges Venedig

Kunst, Prunk, Pracht und Noblesse – davon hat Venedig in Hülle und Fülle zu bieten. Die großen, steinernen Protagonisten in Gestalt der unzähligen Palazzi faszinieren bereits mit ihren Fassaden. Besonders atemberaubende Eindrücke mögen ihr oft geheimnisvolles „Dahinter“ als Ausstellungsflächen, Museen oder ganz besonders etwa als privates Piano Nobile hinterlassen. Der Tag startet mit dem Besuch einer der bedeutendsten gotischen Sakralbauten der Serenissima, zu deren Schönheit u.a. berühmte Werke des Renaissancekünstlers Tizian beitragen. Dort, wo einst der Universalkünstler Mariano Fortuny gemeinsam mit seiner Ehefrau Henriette lebte und in seinen Palazzo-Werkstätten kreierte wie schuf, präsentiert das kürzlich wiedereröffnete Museum Fortuny das umfangreiche, außergewöhnliche Wirken im nicht weniger faszinierenden Palazzo.  Wie ein traditioneller Palazzo heute in Verwurzelung alter Traditionen lebendig bleibt, das lässt eine außergewöhnliche Palazzo-Besitzerin ihre Gäste bei einem rund dreistündigen, sicherlich unvergesslichen Besuch in ihren Privaträumlichkeiten erleben. Und wer auf den Palazzo verzichten und statt dessen ein paar Stunden Venedig auf eigene Faust erkunden bzw. in Stille genießen möchte, kann dies auf dieser Fahrt auch gerne tun.

Freitag, 10. März 2023

Venedig: Kunst und Noblesse im Palazzo

Seit 1899 erstrahlt das Opernhaus Graz als prachtvolles Werk im neobarocken Stil des Architektenduo der k. u. k. Monarchie Ferdinand Fellner und Hermann Helmer im Herzen der steirischen Metropole. Die zweitgrößte Oper Österreichs ist schon lange zu einem Zentrum der südösterreichischen Musikkultur geworden, mit einer langen Tradition der Komponisten- und Sängerpflege. Bis heute diente sie einer Vielzahl bedeutender Künstler/innen Österreichs als Sprungbrett für ihre Weltkarriere. Intendantin Nora Schmid möchte in ihrer achten und letzten Saison gemeinsam mit ihrem Team mit vielfältigen Geschichten zum Nachdenken über sich selbst und über unsere so komplexe Welt anregen. So geht es bei Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ um die Sehnsucht, seinen Platz im Leben zu finden. „Bedřich Smetana hat seinen Figuren auf der Suche nach dem eigenen Glück eine wunderbar schwungvolle und zugleich sehr empfindsame Musik auf den Leib geschrieben“, meint sie. Was es rund um diese Oper noch Wissenswertes gibt, bringt der ausgebildete Opernsänger und profunde Opernkenner Josef Nadrag den Reisegästen exklusiv näher. Wie hinter bzw. an den Kulissen gewerkelt wird, um diese auf der Bühne optimal in Szene zu setzen, darf man sich in den Dekorationswerkstatt der Bühnen von Graz vergegenwärtigen.

Mittwoch, 22. März 2023

Opernfahrt Graz: Die verkaufte Braut (Bedřich Smetana)

Dort, wo sich die lebensspendende Sonne mit dem oft unbarmherzigen Wind, der wilden Bora, auf Wechselspiele einlässt, formt im Westen Sloweniens der Fluss Vipava ein spektakulär schönes Tal mit fruchtbaren Gemüsefeldern, reichen Obstbäumen und tausenden Hektar Weinbergen. Die Weinbautradition reicht hier bis in die Zeit der Römer zurück. Heute bringt die Region vor allem durch die Wiederbelebung der autochtonen Rebsorten Pinela und Zelen neue Spitzenweine hervor und erfreut sich einer weit über die Grenzen hinaus geschätzten Hochkultur seines Weines. Mit dem Weinzug, einem historischen Zug auf Trasse der ehemaligen k.u.k. Bahn, wird diese genussvoll wie kreativ gefeiert. Es wird verkostet, den Geheimnissen der Winzer gelauscht, der Blick in die malerische Landschaft genossen. Und zwischendurch heißt es auch im einen oder anderen Dorf ein wenig Halt zu machen. Nach fünfstündiger Genussfahrt geht es zur Geburtsstätte des ersten Weingutes auf dem Boden des heutigen Slowenien. Da darf tief in den gewaltigen Weinkeller und seine Fässer geblickt werden. Ein Tag im „Spitzental des Weines“! Da kommen viele Weinfreuden ins Rollen. Einfache weinsame Spitze!

Samstag, 25. März 2023

Im Weinzug durch das Vipavatal

In Zeiten der Monarchie wurden einst erstklassige Handwerksbetriebe und Dienstleister mit einem Privileg ausgezeichnet, das sie ermächtigte, den kaiserlichen und königlichen Hof zu beliefern. 1782 fanden die ersten „Kaiserlichen Hoflieferanten“ amtliche Erwähnung. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein Ehrentitel wie Gütesiegel höchsten Ranges, das weltweit über 1.000 Personen bzw. Unternehmen führen durften. Rund 500 „k.u.k. Hoflieferanten“ im Dienste des Hauses der Doppelmonarchie waren in Wien ansässig und umfassten nahezu alle Branchen vom Juwelier bis zum Glas- und Schuhmacher. Den Hof gibt es in Wien zwar schon lange nicht mehr, die noblen, bis heute beständigen Traditionsunternehmen, die stolz den Titel „(ehem.) k.u.k. Hoflieferant“ in ihrer Mission, Kulturerbe aufrechtzuerhalten, tragen, glücklicherweise sehr wohl. Sie bürgen nach wie vor für höchste Qualität und Noblesse mit Zeitgeistformat. Dort, wo einst der Kaiser Kunde war, dürfen zwei Tage lang mehr als spannende Einblicke in Geschichte, Geschichten, Philosophie, Werkstätten wie Edelwaren und -produkte gewonnen werden. Zumeist präsentieren während dieser noblen Sternstunden persönlich direkte Nachkommen der einstigen Hoflieferanten. Einfach nur kaiserlich schön! Eleganz und Luxus pur!

Donnerstag, 30. bis Freitag, 31. März 2023

Wien: Auf den Spuren der k.u.k. und anderer Hoflieferanten

Grado, die goldene Insel, an der Adria. Schon im 19. Jahrhundert faszinierte sie die Sommerfrischler. Die kleine Stadt mit der großen Geschichte hat vieles zu bieten, das sich nicht unbedingt auf den ersten Blick erschließt. Bestsellerautorin Claudia Lux ging dem Sehnsuchtsort im nahen Süden auf den Grund und lädt auf den Spuren ihres Buches „Grado – Lieblingsziel im Nahen Süden“ zu außergewöhnlichen Plätzen in und rund um Grado. Die Entdeckungsreise beginnt bei einem Aperitif im Riserva Naturale della Foce dell’Isonzo auf der Isola Cona, dem ein kleiner Spaziergang inmitten der Lagune folgt. Das mehrfach ausgezeichnete Naturschutzgebiet gilt als ein besonders schöner Birdwatching-Platz und bietet zusätzlich eine außergewöhnliche Attraktion: freilebende Camargue-Pferde in ihrer paradiesisch neuen Heimat – nahe Grado! Das wild-romantische Fischerdorf Punta Sdobba an der Isonzo-Mündung, fernab bekannter Pfade, versetzt in seiner romantisch-abgeschiedenen Lage in Erstaunen. Mit einem Mittagessen mitten im Schilfgürtel Caneo klingt das Naturerlebnis. Bei einem Rundgang durch die Altstadt von Grado stehen vor allem die kleinen Geheimnisse und Geschichten der alten Mauern im Fokus. Den Abschluss bildet ein exklusiver Umtrunk auf einer der wohl schönsten Aussichtsterrassen über der Stadt.

Samstag, 1. April 2023

Grado – das grüne, blaue und goldene Lieblingsziel im nahen Süden

Udine – das ,,Tor zum Süden" – gilt oft als Inbegriff für italienisches Essen und ausgedehnte Einkaufstouren. Doch die Stadt hat mit ihrem Kunst- und Kulturangebot noch eine zusätzliche, sehr attraktive Facette. Über Jahrhunderte Sitz der Patriarchen von Aquilea, dann 400 Jahre venezianische Herrschaft und 70 Jahre Habsburgermonarchie lassen viel Vergangenheit in der heute so weltoffenen Atmosphäre erspüren. Gesellige Cafés, gemütliche Osterien, Handwerks- und Designerläden verführen in der Gegenwart zum Genuss. Die kleine Zeitreise durch das historische Zentrum mit seinen Gässchen, Palazzi, Piazzi und Arkaden findet schließlich an den zwei Museumsmagneten der Stadt ihre kunsthistorischen wie künstlerischen Höhepunkte: in der temporären, internationalen wie hochkarätigen Ausstellung „Insieme“ im Museum Moderner Kunst wie in den Tiepolo-Galerien im Patriarchenpalast. Ein gutes Glas Wein, der Tajut, zu einem guten friulanischen Wintergericht soll dazwischen natürlich auch nicht fehlen.

Samstag, 15. April 2023

Udine: Kunstschätze aus Vergangenheit und Gegenwart

Einen Steinwurf von der slowenischen Küstenperle Piran entfernt, tummelt sich in einem über 700 Hektar großen Meeresnaturreservat eine ganz besondere Fischewelt: die Branzinozucht Fonda! Mit der ambitionierten Idee des Familienunternehmens, einst für den besten Branzino der Welt zu stehen, ist der biologische Fonda-Wolfsbarsch heute zu einer einzigartigen Marke geworden - weit über die Grenzen hinaus bekannt. Um live zu erfahren, wie die köstlichen Luxusfische in ihren Netzen nach 4-5 Jahren zu ihrer Tellerreife gelangen, dafür geht es zuallererst mit Branzinofrau Irena Fonda im Boot hinaus in ihren Fischegarten. Nach den spannenden Erklärungen über die Zucht direkt auf dem Wasser, geht es „ums Eingemachte“ – um die Kunst, einen Fisch fachgerecht und mit allen Profi-Kniffen auf den Teller zu bringen. Während der Kochkursstunden ist natürlich auch vieles rund um die biologische Branzinowelt, die für Irena die Leidenschaft ihres Lebens ausmacht, zu erfahren. Gegessen werden darf das gute Stück dann selbstverständlich auch. So viel vorweg: Der Branzino wird „als der eigene“ mehr als einzigartig köstlich sein!

Samstag, 15. April 2023

Bio-Branzinowelt: Fischkochkurs vom Feinsten in der Bucht von Piran

(Hinweis: Der ursprüngliche Herbsttermin 2022 wurde auf Frühling 2023 verlegt.)

Verträumte Steindörfer wie aus einer anderen Zeit, beeindruckende Burganlagen, fruchtbare Hänge voller Wein und Menschen mit viel Liebe zur Natur im Herzen, all das macht den slowenischen Karst so besonders. Vor allem, wenn man sich ihm langsam, Schritt für Schritt nähert. Die Wanderungen durch den Karst starten im Dorf Avber, in dem es gut erhaltene Bauernhöfe und hervorragenden Wein gibt. Von dort geht es einmal durchs idyllische Raša-Tal mit seinen Mühlen und dem rauschenden Fluss bergauf nach Kobdilj und nach Štanjel, in die „Perle des Karsts“. Zum Teil wird auch auf den Spuren vom k.u.k.-Architekten und Erfinder Max Fabiani gewandelt, dessen Familie seit dem 17. Jahrhundert in der Region ansässig ist und die nicht nur aufgrund ihres Weines berühmt wurde. Am Sonntag führt der Weg über die Grenze nach Italien, hinauf auf ein sakrales Kleinod mit Blick über die Bucht von Triest bis Grado. Unterwegs begegnen einem viele Natur- und Kulturwunder – vom 600 Jahre alten Maulbeerbaum bis zum prachtvollen „Ferrarigarten“ inmitten schönster Karstidylle. Selbstverständlich wird auch groß aufgetischt mit all den Köstlichkeiten, die die Region zu bieten hat. Die Wanderungen sind mit fünf Stunden Gehzeit pro Tag auf gut begehbaren Wanderwegen auf den durchschnittlich ambitionierten Wandergast ausgerichtet. Die Wanderung wird bei jeder Witterung – zumutbar adaptiert an die jeweiligen Verhältnisse – durchgeführt.

Freitag, 21. bis Sonntag, 23. April 2023

Kultiviertes Wandern durch die Juwele des Karsts

Oberkrain grenzt direkt an Kärnten und doch sind in unseren Breiten die Kulturschätze dieser nahen slowenischen Region nicht selbstverständlich bekannt. So offenbaren sich südlich der Karawanken schmucke Städtchen wie Kleinode voller Geschichte und Geschichten, die oftmals für Aha-Momente sorgen mögen. Das mittelalterliche Radovljica steht ganz im Zeichen des Honigs und der Imkerei, die einstige Bischofsstadt Škofja Loka besticht durch seine Tradition der Passionsspiele. Geheimtipp-Status hat die Mariä-Verkündigung Wallfahrtskirche von Crngrob. Sie ist auch eine der Entdeckungen, die der nahe Nachbar an diesem Tage zu bieten hat.

Samstag, 22. April 2023

Ein Streifzug durch die Oberkrain

Gorizia, zu Deutsch Görz, blickt aufgrund seiner jahrhundertelangen Herrschaft unter den Grafen von Görz und jener der Habsburgerdynastie auf eine reiche, bedeutende Adelsgeschichte zurück. Ab Ende des 18. Jahrhunderts war die Stadt wegen ihres milden Klimas als das „Österreichische Nizza“ eine beliebte Destination adeliger Erholungssuchender. Heute zieht es hier Gäste nicht zuletzt aufgrund seiner augenscheinlich noblen Vergangenheit her, die sich besonders im Frühjahr in prächtigen Gärten als blühenden Part historischer Residenzen widerspiegeln. Ein rund 50 Jahre junger, stolze 2,5 ha großer Garten vervollständigt das gegenwärtige Grünparadies der Region.  Als Wahlfriulaner und renommierte Autoren zahlreicher Bücher über diese Region setzen sich Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac seit Jahrzehnten mit der Faszination Friaul auseinander. Als passionierte Hobbygärtner und jüngst als Verfasser eines höchst erfolgreichen Gartenbuches tun sie dies auch ganz besonders mit jener Verzauberung, die aus den blühenden, grünen Paradiesen erwächst. Für den Tag haben sie grüne Juwele ausgewählt, die bis in den nahen Collio reichen. Erwarten Sie blühend Gutes!

Samstag, 29. April 2023

Blühende Noblesse in und um Gorizia

„Reich an schönen Bergen und noch mehr an Flüssen und klaren Brunnen“, so äußerte sich vor beinah 900 Jahren der berühmte Poet Giovanni Boccaccio über die Wasserläufe in Friaul. Zum selben Ergebnis kommt man wohl auch heute und wird feststellen, dass es unter ihnen sehr unterschiedliche Charaktere gibt. Wild, stürmisch und ausufernd treten sie aus den Bergen der Karnischen und Julischen Alpen, ändern in der Ebene ihr Tempo und strömen gemächlich und majestätisch dem Meer zu. So mancher jedoch entspringt in der weiten Ebene und quillt in Form kleiner Rinnsale aus dem Boden, die sich zu einem Fluss vereinen. So auch die Stella, die kleine Schwester des Tagliamento.  Von ihrer Quelle in der sehr feuchten “Fontanili-Zone“ führt sie ihr grün schimmerndes Wasser umgeben von üppigster Vegetation ruhig und gemütlich mäandrierend die Ebene entlang und lässt es nach bereits 45 Kilometern in die malerische Lagune von Marano münden.  Romantisch säumen dann und wann jahrhundertealte Villen ihren Lauf, sie strahlt Stille aus, Langsamkeit und Ruhe, ihr Anblick besänftigt jegliche Hektik. Dem besonderen Charme dieses Sterns am friulanischen Flusshimmel verfiel auch der Autor Werner Freudenberger und räumte ihm eine gewichtige Rolle in seinem Buch "An smaragdgrünen Flüssen: Entdeckungsreisen durch Friaul Julisch Venetien" ein, in dem er direkt zu den schönsten Plätzen am Wasser, zu romantischen Dörfern und gemütlichen Trattorien führt. An diesem exklusiven Tag lädt er persönlich zur gemeinsamen Fluss-Erkundung vom Ursprung bis zur Mündung mit wunderbaren Gelegenheiten, sich der Schönheit und Kraft des wandelbaren Gewässers und der reichlichen Erzählungen und Erläuterungen des Autors zu erfreuen.

Sonntag, 7. Mai 2023

Fluss Stella: Die Romantische auf dem Weg ins Vogelparadies

Spektakuläre Auftritte sind die Spezialität des Flusses Livenza. Denn dieser tritt in Friaul nicht als kleine sanfte Quelle ans Tageslicht, sondern erscheint gleich wie ein Star von Welt als mächtiger Fluss. Entsprechend diesem Auftritt bekam die Livenza eine gewichtige Rolle in dem Buch "An smaragdgrünen Flüssen: Entdeckungsreisen durch Friaul Julisch Venetien" von Werner Freudenberger, das direkt zu den schönsten Plätzen am Wasser, zu romantischen Dörfern und gemütlichen Trattorien Friauls führt. Der Autor zeigt die Livenza von deren Ursprung mit drei Quellen bis zu lieblichen Villen und Orten am Fluss wie Sacile, dem heiteren „Garten Venedigs“ aus seinem ganz eigenen Blickwinkel. Stärkungen mit feiner Kulinarik aus der Region runden das harmonische Bild des wunderbar wandelbaren Gewässers ab.

Samstag, 20. Mai 2023

Fluss Livenza: ein Naturschauspiel in Friaul

Die seit Ende der 1970er Jahre im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindende internationale Ausstellung zeitgenössischer Architektur ist die weltweit bedeutendste Plattform für die Präsentation und Diskussion innovativer Tendenzen in der Architektur und Baukunst.  Unter dem Motto „The Laboratory of the future - Das Labor der Zukunft“ stellt Kuratorin der 18. Ausgabe der Architekturbiennale Lesley Lokko, mit ghanaisch-schottischen Wurzeln , den hinsichtlich seiner Population jüngsten Kontinent Afrika als Protagonisten der Zukunft in den Fokus. „Es gibt einen Ort auf diesem Planeten, an dem all diese Fragen von Gerechtigkeit, Rasse, Hoffnung und Angst zusammenlaufen und verschmelzen. Afrika.“ lautet ihr Statement. Dr. Gerda Madl-Kren, Theologin, Kunsthistorikerin und Künstlerin, führt aus ihren Blickwinkeln durch die Schau. Einer intensiven Führung durch das imposante Arsenale-Gelände am ersten Tag folgt der Besuch auserwählter Pavillons in den Giardini darauffolgenden. Einzelne Juwelen aus der Wahl der „Eventi Collaterali“, der sogenannten „Außenstellen“, die sowohl als bespielte Orte Venedig wie auch als Ausstellung selbst überzeugen werden an beiden Tagen besucht. Eine Fülle an spannenden Eindrücken, Denkanstößen und Inspirationen – in einer Stadt, die seit über tausend Jahren existiert und über deren Zukunft aus vielerlei brisanten Perspektiven immer wieder heftigst diskutiert wird.

Dienstag 6. und Mittwoch 7. Juni 2023

Biennale di Venezia 2023

Cividale del Friuli! Das hübsche und romantische Städtchen im Herzen Friauls entzückt nicht nur durch seine einmalige Lage am Natisone-Fluss, sondern ist für seine Gäste vor allem auch eine wahre Fundgrube jahrhundertealter Kunstschätze. Diese hat es seiner bedeutenden Vergangenheit als ehemaliger Sitz des ersten Herzogtums der Langobarden in Italien, als wichtiger Knotenpunkt der Kulturen und Völker von den Kelten bis zu den Römern sowie den Karolingern bis zum Patriarchat von Aquileia zu verdanken. Das große historische und künstlerische Erbe brachte der Stadt schließlich 2011 die stolze Anerkennung als Weltkulturerbe der UNESCO ein. Und hinter diesem wahrlichen Juwel erstrecken sich die in ihrer Art ganz anderen, aber nicht weniger attraktiven Natisone-Täler, ein geheimnisvolles, in den Julischen Voralpen verstecktes Gebiet. Die vier engen, von Wildbächen, Schluchten und Klammen geprägten, von Legenden und Mythen umwobenen, Täler beherbergen Hunderte kleine Orte mit typischen Steinhäusern sowie rund 40 kleinen Kirchen und Klöstern aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Erwarten Sie einen Tag in der Erkenntnis, dass das Gute so nah liegt und dennoch ganz schön unbekannt ist.

Samstag, 10. Juni 2023

Cividale, Castelmonte und die Natisone-Täler

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