Jüdisches Triest

Triest blickt auf ein reiches jüdisches Leben bis ins 13. Jahrhundert zurück. Dank der offenen Einwanderungspolitik der Habsburgermonarchie wurde die jüdische Triestiner Gemeinde in die städtische Gesellschaft der Hafenstadt integriert, was sie erblühen ließ. Umso mehr nach der Ausrufung des Freihafens 1719 durch Kaiser Karl VI. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert strömten viele osteuropäische Juden nach Triest und reiches jüdisches Leben dauerte bis zur Zeit des Nationalsozialismus an. Heute zählt die einst mit 6000 Mitgliedern sehr große jüdische Gemeinde noch rund 500 Gläubige. Viele Symbole, Stätten und Gebäude, die von dieser spannenden Historie zeugen, sind in der Stadt gut erhalten geblieben. Noch heute lässt sich das jüdische Ghetto, in dem an die 100 Jahre jede Nacht die Tore geschlossen wurden, ausmachen. Die Synagoge beeindruckt u.a. als eine der größten jüdischen Gotteshäuser Europas, der Jüdische Friedhof nicht weniger mit rund 12.000 Grabsteinen. Ein Ausflug in das jüdische Triest der Vergangenheit und Gegenwart bietet Einblick in die spannende, wechselvolle Geschichte und darf auch als Zeichen gegen das Vergessen verstanden werden.

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