8.- 12. Juni 2020

KRAKAU, SLOWAKEI UND MÄHREN

Wallfahrt zum 100. Geburtsjahr von Papst Johannes Paul II. mit Diakon Dr. Siegfried Muhrer
Krakau, Slowakei und Mähren
Wallfahrt zum 100. Geburtsjahr von Papst Johannes Paul II.
595 € 
 
EZ-Zuschlag 95 €
5
TAGE
8. bis 12.6.2020
PROGRAMM*:
Tag 1:

Montag, 8. Juni 2020

5.00 Uhr: Abfahrt Villach Willroider Parkplatz □
5.30 Uhr :Klagenfurt /Minimundus □
6.30 Uhr : Griffenrast

 

Anreise via Graz, Wien nach Bratislava/Preßburg und weiter über Trencin und Zilina nach Krakau 

Entlang alter Pilgerstraßen, die Karol Woytila als junger Priester und später als

Erzbischof und Kardinal von Krakau oft durchquerte, gedenken wir auf der landschaftlich abwechslungsreichen und reizvollen Fahrt besonders der Ereignisse am Weg, die für das Geschichtsbewusstsein von Johannes Paul II. prägend waren: die Türkenbefreiung Wiens 1683 unter dem Oberbefehl des Polenkonigs Jan Sobieski; das kaiserliche Wien, wo der Vater des späteren Papstes im Heeresministerium diente und einige Monate auch am Plöckenpass als kuk Soldat die Steinerne Front hautnah erlebte.

Die ungarische Krönungsstadt Preßburg mit dem St. Martinsdom, heute Hauptstadt der friedlich von Tschechien getrennten Slowakei, wo in kommunistischer Zeit Priester, Bischöfe  

und Ordensleute im Untergrund wirkten, teilweise in heimlicher Verbindung mit dem Krakauer Erzbischof Woytila als Mittelsmann nach Rom; im Waagtal liegt

Tyrnau, „das slowakische Rom“, ehemaliger Salzburger Vorposten und zeitweise Sitz des ungarischen Primas; wie in einem Film taucht plötzlich die gewaltige Burg Trencin an jenem Ort auf, wo 179 n.Chr. die germanischen Quaden von römischen Legionen Marc Aurels besiegt wurden; das Heilbad von Trencin verweist auf die Thermenlinie, die sich vom Kanaltal über den Semmering bis in die Karpaten zieht;  zwischen Fatra links und Hoher Tatra wechseln wir von der Slowakei nach Kleinpolen hinüber und erreichen Krakau.

 

Tag 2: Dienstag, 9. Juni 2020
Krakau und Lagiewniki
Vormittag:

Nach dem Frühstück beginnen wir den Tag mit einer Stadtführung, um die zum Weltkulturerbe zählenden Sehenswürdigkeiten der polnischen Königsstadt an der Weichsel (Kathedrale und Königsschloss am Wawel, Marienkirche mit dem Veit Stoß  Schnitzaltar, die Tuchlauben u.a,) kennenzulernen. Aus Kärntner Sicht ist ein Besuch der Dominikanerkirche besonders interessant, da sich hier das Grab des hl. Hyazinth/Jacek befindet, der als Neubegründer des Dominikanerklosters Friesach gilt. Am Wawel stellt das Grab des hl. Stanislaus eine Verbindung zum Stift Ossiach her, das Kardinal Woytila besuchte, weil dort das Grab des  Büßers Boleslaus verehrt wird, der als vertriebener König seinen Mord an Erzbischof Stanislaus unerkannt gesühnt haben soll. Das Königreich Galizien und Lodomerien mit dem Großherzogtum Krakau und dem Herzogtum Auschwitz gehörten bis 1918 zu Österreich-Ungarn.

Nachmittag

Im Süden Krakaus liegt Lagiewniki, wo wir die Wallfahrtsstätte zur Göttlichen Barmherzigkeit besuchen. Es bleibt auch ausreichend Zeit, an einer Hl. Messe am Grab der von Johannes Paul II. heiliggesprochenen Sr. Faustyna Kowalska teilzunehmen. Die 1938 in Krakau-Lagiewniki verstorbene Mystikerin und „Botin der göttlichen Barmherzigkeit“ veranlasste Joh. Paul II., seine erste Enzyklika der Göttlichen Barmherzigkeit zu widmen und einen jährlichen Sonntag der Barmherzigkeit einzuführen (Weißer Sonntag). 

 

Nach einem interessanten ersten Tag an den frühen Wirkungsstätten des ersten polnischen Papstes (Priesterweihe, Untergrundtheater, NS-Zeit, Judenverfolgung und Schindlers Fabrik, Weihbischof ,Erzbischof und Kardinal,der in Krakau - Nowa Huta dem kommunistischen Regime einen Vorgeschmack auf seine spätere Rolle beim Zusammenbruch des Ostblocks gab) kehren wir nach Krakau zum Abendessen zurück. 

 
Tag 3: Mittwoch, 10. Juni 2020
Wallfahrtsort und UNESCO Welterbe-Stätten Kalwaria, Wadowice und Auschwitz-Birkenau
Vormittag

Erster Höhepunkt des heutigen Tages ist der Besuch des Wallfahrtsortes Kalwaria Zebrzydowska, der zu den meistbesuchten Pilgerstätten in Polen gehört. Er ist Teil eines landschaftlich-architektonischen Projekts, das zu den interessantesten in Europa gehört und wird jährlich von einer Million Pilgern besucht.

 

Weiter auf den Spuren Karol Wojtyłas erreichen wir Wadowice, wo der spätere “Jahrhundertpapst“ am 18. Mai 1920 als drittes Kind in einer bescheidenen Wohnung nahe der Kirche das Licht der Welt erblickte. Wir verkosten seine geliebten Wadowicer Cremeschnitten, erfahren Näheres von seiner Familie und der Kindheit. „Loleks“ war eng befreundet mit seinen jüdischen Mitschülern und beim Fußballspielen ihr Ersatztormann.

Kein Wunder, wenn er später als Papst wesentlich zur Aussöhnung zwischen Juden und Christen beitrug, angeregt durch einen Mitschüler aus Wadowice, der in Rom erfolgreich Fuß gefasst hatte. 

Nachmittag

Am Nachmittag fahren wir in die frühere Herzogstadt Auschwitz,  wo wir der Opfer der NS-Vernichtungslager und ihrer ca 1,1 Millionen Opfer (Juden, Roma und Sinti, Polen, Russen) gedenken: Wir hören von Maria Stromberger, einer Metnitztalerin, die als Krankenschwester unter ständiger Lebensgefahr vor allem für Polen zum „Engel von Auschwitz“ wurde. Wir erfahren von P. Maximilian Kolbe, der im Hungerbunker für einen Familienvater in den Tod ging, und von der Konvertitin und Karmelitin Edith Stein, ebenso wie von Landsleuten, die in Auschwitz für andere zu Bestien in Menschengestalt wurden. In Israel begegnete Joh. Paul II als Greis jener Frau wieder, die er als junges Mädchen–völlig entkräftet und am Verdursten- nach der Befreiung von Auschwitz auf seinen Schultern zum Bahnhof geschleppt und damit wahrscheinlich vor dem Tod durch Erschöpfung gerettet hat.

 

Nach berührenden und einprägsamen Stunden  fahren wir über die Mährische Pforte nach Olmütz/Olomouc (Weltkulturerbe-Stadt), durchqueren vorher das ehemalige Herzogtum Teschen in Schlesien (die Albertina in Wien geht auf Albert von Teschen zurück), und genießen die wunderbare Landschaft des Kronlandes Mähren mit seiner wechselvollen, eng mit Österreich verbundenen Geschichte. Viele Sudetendeutsche hatten dort ihre Heimat, von dort sind auch Deutschordensschwestern nach Friesach und Wildbad Einöd gekommen.

 
Tag 4: Donnerstag, 11. Juni 2020
Besichtigung von Olmütz und Nikolsburg
Vormittag

Olmütz, auch „die Goldene Stadt im Schatten Prags“ genannt, gehörte schon immer zu den wichtigsten Städten Böhmens und Mährens. Ihr Altstadtzentrum (Weltkulturerbe) steht an Größe nur dem von Prag nach. Neben einer geführten Stadtbesichtigung inklusive Wenzelsdom ist auch der Besuch des eindrucksvoll über der Stadt gelegenen Wallfahrtsortes Heiligenberg vorgesehen. Die in Klagenfurt gegründete „Gemeinschaft der Schwestern Jesu“ (SSJ) hat heute dort ihre wichtigste Niederlassung. Erzbischof Theodor Kohn von Olmütz, der vor dem Ersten Weltkrieg in die Mühlen des erbitterten Nationalitätenstreits zwischen Deutschen und Tschechen geriet, verbrachte nach seinem Amtsverzicht im südsteirischen  Ehrenhausen seinen Lebensabend (begraben im Mausoleum von Ehrenhausen). Der hl. Johannes Sarkander (Fleischmann), der im Grazer Priesterseminar studiert hatte, wurde in der Gegenreformation in Olmütz 1620 zu Tode gefoltert, im Wenzelsdom beigesetzt und 1993 von Johannes Paul II. in Rom heiliggesprochen. 

Nachmittag

Auf der Weiterreise erblicken wir Brünn/Brno (380 000 Ew.) mit den Turmnadeln des Doms und der berüchtigten Festung Spielberg. Wir erinnern uns auch an Augustiner - Abt Gregor Mendel, der an Erbsen die Vererbungsgesetze studierte, passieren Austerlitz, wo Napoleon den Kaiser von Österreich und den Zaren von Rußland besiegte (40 000 Tote blieben am Schlachtort zurück), gedenken des Brünner Todesmarsches als Abschluss einer Tragödie mit langer Vorgeschichte, erinnern uns an den Apostel von Warschau und Wien, den hl. Klemens Maria Hofbauer, Sohn eines Bäckers aus dem grenznahen Znaim/Znojmo, und machen Stopp in Nikolsburg/Mikulov.

Dort begrüßt uns inmitten von Weinbergen das imposant gelegene Schloss, einst im Besitz der Fürsten Liechtenstein, deren Kunstschätze und enteignete Schlösser im nahen Valtice und Lednice/Eisgrub heute mährisches Weltkulturerbe und Touristenmagnet erster Klasse sind. Von besonderem Interesse ist in Nikolsburg  das jüdische Viertel, einst Sitz des Oberrabbiners von Mähren und legendär als „böhmisches Jerusalem“. Viele

bekannte Persönlichkeiten mährischer Herkunft (Sigmund Freud, Karl Renner, Adolf Schärf aus Nikolsburg, Sr. Restituta Kafka, Kardinal Innitzer u.a.) und die ursprünglich hier ansässigen Geschlechter der Dietrichstein, Liechtenstein, Kaunitz und Kinsky verweisen auf das enge Beziehungsgeflecht von Mähren mit Wien .

Wir bleiben auf unserer weiteren Fahrt den Weinbergen treu und kommen ins niederösterreichische Weinviertel, wo wir einen letzten gemütlichen Abend auf dieser Reise verbringen: in Zistersdorf, nahe Dürnkrut und Jedenspeigen an der March, wo 1278 Rudolf von Habsburg in der größten Ritterschlacht des Mittelalters König „Ottokars Glück und Ende“ besiegelte. 

Tag 5: Freitag, 12. Juni 2020
Auf der Via Sacra nach Mariazell - Heimreise nach Kärnten

Auch in Österreich gibt es Orte mit einer engen Verbindung zu Papst Johannes Paul II. Nach Wien, Salzburg, Innsbruck, Gurk und Ossiach zählt besonders der zentrale Wallfahrtsort der

Habsburger Monarchie, Mariazell dazu. Deshalb fahren wir über Stift Lilienfeld auf der

„Via Sacra nach Mariazell, wo Maria als die Magna Mater Austriae, Magna Hungarorum Domina, und Mater Gentium Slavorum angerufen wird und Johannes Paul II. 1983 zwei Jahre nach dem Attentat zum Abschluss seines vielumjubelten ersten Österreichbesuchs

in der Gnadenkapelle betete. Über Aflenz, den Obdacher Sattel und Griffen kehren wir nach fünf erlebnisreichen und unvergesslichen Tagen in die Heimat zurück. 

* Geringfügige Programmänderungen vorbehalten

 

INKLUDIERTE LEISTUNGEN:
Busfahrt, 4 Übernachtungen mit Halbpension, Örtliche Stadtführungen in Krakau und Olomouc/Olmütz ,

Exklusive Reiseschutz (Reise- rücktrittsversicherung u.a.).

 

BETREUUNG:

Organisation und Reisebegleiter: Mag. Gerhard Nagl

Thematische und spirituelle Reisebegleitung: Diakon Dr. Siegfried Muhrer

 

MINDESTTEILNEHMERINNEN:

25, späteste Absage von Seiten des Veranstalters bis 7 Tage vor Beginn der Reise.

 

HINWEIS:

Preisänderungen bis zu maximal 10% aufgrund von Änderungen der Beförderungskosten, etwa der Treibstoffkosten, oder der für die betreffende Reiseveranstaltung anzuwendenden Wechselkurse. Als Rechtsgrundlage gelten die „Allgemeinen Reisebedingungen 1992“, die sie hier einsehen können: Allgemeine Reisebedingungen

Hinweis: Da unser Büro nicht ständig besetzt ist, bitten wir um telefonische Voranmeldung unter: +43(0)664 6199621  oder +43(0)664 6199636.

Für Buchungen und Informationen sind wir gerne von Montag bis Freitag zwischen 9 und 13 Uhr telefonisch ( +43 664 6199621)  für Sie da.

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Krakau - (c) Roman Polyanyk, Pixabay