
Samstag, 27. Juni 2026
In Memoriam: 50 Jahre Erdbeben Friaul
Von der Katastrophe, dem großen Wiederaufbau bis zum gestärkten Heute
Am 6. Mai 1976 bebte in der Nachbarregion Friaul etwa eine Minute lang die Erde mit einer Stärke von acht bis neun auf der zwölfstufigen Mercalli-Skala. So stark, dass die Erschütterungen in ganz Norditalien, in Slowenien und Teilen Österreichs, insbesondere in Kärnten, deutlich wahrnehmbar waren. Die Auswirkungen in Friaul waren enorm: Beinahe tausend Menschen kamen ums Leben, es gab unzählige Verletzte, ganze Dörfer wurden völlig zerstört, viele Menschen standen plötzlich vor dem Nichts. Ein weiteres kräftiges Beben im September 1976 brachte neue Zerstörungen und nahm vielen die letzte Hoffnung. Letztendlich mussten rund 70.000 Obdachlose in Zelten und Baracken unterkommen. Die „Stunde Null“ einer großen Tragödie und eines starken Wiederaufbaus – geschafft mit unermüdlichem Einsatz und auch großer Hilfe aus Österreich, insbesondere Kärnten. Wie sehen die Orte und jene des Gedenkens heute aus? Wie haben die Region und ihre Bevölkerung die Katastrophe aufgearbeitet? Was steckt hinter dem großen Mut zum Neubeginn, dem erfolgreichen Wiederaufbau nach dem „Friaul-Modell“? Wie sieht das gestärkte Heute aus? Der Tag im Zeichen dieser Fragen führt durch die damaligen Epizentren des Erdbebens und lässt auch spannende Zeitzeuginnen und Experten zu Wort kommen.
PROGRAMM
8.00 Uhr: Abfahrt Klagenfurt/ Parkplatz Minimundus
8.10 Uhr: Wörtherseerast/Pörtschach,
8.30 Uhr: Villach- Maria Gailer Straße – Busstation vor Mc Donalds
9.30 Uhr: Ankunft Ospedaletto/Gemona
Vormittags
Kleines Frühstück mit Zeitzeugengespräch im Dorf Ospedaletto
Fünf Jahre alt war die heutige Journalistin und Buchautorin. Den Aufschrei ihrer Großmutter „Es kommt das Ende der Welt“ hat sie heute noch im Ohr. Beim Frühstück erzählt die Zeitzeugin, wie sie als Kind die Katastrophe und die acht Jahre bis zur möglichen Rückkehr in ihr Heimatdorf Tarcento erlebte.
Besuch Gemona: Zerstörung, Wiederaufbau „Friaul Modell“ und Wiedergeburt
Die Erdbeben vom Mai und September 1976 haben die jüngste Geschichte des Städtchens auf dramatische Weise geprägt: die vielen Opfer, das prächtige mittelalterliche Stadtzentrum verwüstet, das soziale und wirtschaftliche Gefüge zerstört. Auf die Katastrophe folgte die unglaubliche Wiederaufbauarbeit nach dem „Friaul-Modell“, mit der eine der schönsten Seiten in der tausendjährigen Geschichte der Stadt geschrieben wurde. Eine Spurensuche vom Dom, über das Rathaus, das Schloss und weitere Hotspots der Altstadt.
Mittags
Gemeinsames Mittagessen mit Expertengespräch in Venzone
Beim traditionellen friulanischen Essen erzählt ein Experte vor Ort aus der Geschichte und Gegenwart des einst vom Erdbeben schwer gezeichneten Ortes.
Nachmittags
Besuch Venzone: Zerstörung, Wiederaufbau „Friaul Modell“ und Wiedergeburt
Wie Gemona wurde auch die Stadt Venzone vom Erdbeben schwerst zerstört.
Beim Streifzug durch das wiederaufgebaute hübsche Städtchen aus dem Mittelalter steht die Reflexion der Geschichte und die Gegenwart mit dem Dom, dem Rathaus und den „Palästen hinter der Bühne“ auf dem Programm.
Besuch Portis – „das Geisterdorf“
Die Ortschaft nahe Venzone wurde vom wütenden Erdbeben völlig zerstört: die gesamte Bevölkerung musste evakuiert und weiter den Berg hinauf gesiedelt werden, wo 1981 der Ort „Portis Nuovo“ (Neu- Portis) gegründet wurde. Im Ortsteil „Portis Vecchio“ (Alt- Portis) sind noch die Bauschuttmassen der alten Kirche zu sehen, die Gebäude im „Geisterdorf“ sind genauso geblieben, wie sie zum Zeitpunkt des endgültigen Verlassens waren.
18.15 Uhr: Rückfahrt
ca. 20.00 Uhr: Ankunft in Klagenfurt
€ 169,-
Inkludierte Leistungen:
Busfahrt, kleines Frühstück, Mittagessen, Zeitzeugen Gespräch, Expertengespräch, ganztägige Führung, Reisebegleitung, Tourguidesystem. Exklusive Reiseschutz (Reiserücktrittsversicherung u.a.)
Betreuung:
Führung: Giovanna Tosetto, Grand Dame der Guides Friaul Julisch Venetien
Reisebegleitung: Mag.a Regina Rauch-Krainer, MAS









