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REISEN

Mit seinen rund 200 prächtigen Palazzi ist der einzigartige Canal Grande selbst wohl das beeindruckendste Freilichtmuseum der Welt. Doch atemberaubend sind auch die Schätze hinter den Fassaden der etablierten Museen, die sich im Laufe der Geschichte als fixe Konstante am Canal Grande eingenistet haben. So manche Exponate und so manche Kunst, die seit Jahrzehnten, wenn nicht auch Jahrhunderten zur Schau gestellt werden, sind heute mit Venedig wie verwachsen und gehören sozusagen zum Inventar der Lagunenstadt. Man mag das eine oder andere vielleicht schon gesehen haben. Sie ist es aber wert, immer wieder bewundert zu werden. Kunsthistorikerin Dr. Gerda Madl-Kren führt durch vier von ihr auserlesene Museen und lädt zwei Tage lang auf einen musealen Streifzug höchster venezianischer Güte. Der Fokus liegt auf dem Ausgestellten. Die spannende Geschichte und spannenden Geschichten rund um die Museumsstätten – Ausstellungsstücke per - und auch rund um den Canal Grande dürfen zur Abrundung der Reisetage an dem wohl schönsten Museumsparcours der Welt auch erwartet werden.

Venedig: Die großen Museen am Canal Grande

Wunderkammern zum immerwieder Anschauen

Samstag 14. bis Sonntag, 15. November 2026

Einst verlieh der große steirische Heimatdichter Peter Rosegger dem kleinen Bergdorf Pürgg liebevoll den Titel „Kripperl der Steiermark“ – wohl seiner Idylle und romantischen Lage wegen. Das bis heute weitgehend autofreie historische Dorf, auf einem kleinen Plateau hoch über dem Ennstal, dem mächtigen Grimming gegenüber gelegen, setzt seinem Charme besonders im Advent noch eine leuchtende Krone auf. An zwei Adventwochenenden öffnen die Einheimischen ihre privaten Häuser, Ställe, Garagen, Tennen und Stuben und laden zum lebendigen Wintermärchen. Fernab jeglicher Marktstände. Sie präsentieren direkt in ihren Räumlichkeiten in teilweise jahrhundertealten Gebäuden echte Volkskunst wie Holzschnitzereien, handgegossene Kerzen, Stickarbeiten und Schmiedekunst. Jeder Winkel erzählt von Tradition, jeder Händedruck von echtem Miteinander. Bereits seit 2002 bewahrt der Advent auf der Pürgg seine absolute Authentizität. Er zeigt, was die Steiermark im Herzen trägt: Wärme, Bodenständigkeit und ein Stück Weihnachtswunder.  Zur Einstimmung auf diesen Nachmittag der traditionellen Vorfreude wird auf Schloss Pichlarn Adventliches serviert.

Advent auf der Pürgg

Vorfreude im Kripperl der Steiermark

Samstag, 5. Dezember 2026

Giacomo Girolamo Casanova – Abenteurer, Lebenskünstler, Draufgänger, Freigeist, brillanter Unterhalter, berühmtester Meister der Verführung! Er war aber zugleich auch Doktor der Rechte, Mathematiker, Erfinder, Philosoph und Schriftsteller. In seinen berühmten auf tausenden Seiten verfassten Memoiren, ein bis heute bedeutendes, kulturgeschichtliches Quellwerk, schildert er seine außergewöhnliche Biografie. Geboren wurde die wohl schillerndste Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts im Jahre 1725 in Venedig, jener Stadt, die ihn in seiner unbegrenzten Lebensfreude zeitlebens faszinierte. Hier verbrachte er seine Kindheit, bis er die Serenissima verließ, um immer wieder zwischen seinen Reisen quer durch Europa zurückzukehren und um letztendlich - in Ungnade gefallen - zu fliehen. Eine starke Verbindung zur Lagunenstadt hat heute auch Maresa Hörbiger – bekannt als langjährige Wiener Burgschauspielerin sowie als Protagonistin in Film und Fernsehen. Sie machte die Lagunenstadt zu ihrer Zweitheimat. 2025 eröffnete sie einen exklusiven Literatursalon vor Ort. Künstlerisch eng mit Werken Arthur Schnitzlers verbunden, lädt Hörbiger zur Lesung aus dessen Novelle „Casanovas Heimfahrt“ exklusiv für TLS Reisekultur in ihren „Salotto del Leone“, Teil ihres privaten Domizils. Zur Einstimmung auf die nachmittägliche literarische Stunde steht am Vormittag eine Casanova-Spurensuche in der Lagunenstadt auf dem Programm.

Venedig im Zeichen von Casanova

Exklusiver Literatursalon „Salotto del Leone“ mit Kammerschauspielerin und Wahlvenezianerin Maresa Hörbiger

Donnerstag, 21. Jänner 2027

Die Soča! Sie gilt für viele als schönster Fluss der Welt. Autor Werner Freudenberger legt sein Hauptaugenmerk an diesem Reisetag auf die gespenstisch tiefen Trog-Schluchten, die sogenannten „Korite“.  Gruselig tief präsentiert sich zu Beginn der Abgrund der Koritnica, einem Nebenfluss der Soča. Ähnlichkeiten mit dem großen Alpenfluss Tagliamento offenbaren sich im weiteren Verlauf, bis sich der faszinierende Fluss wieder einzuengen beginnt. Berückend schön ist einer der größten Wasserfälle Europas, gespenstisch die Schlucht am Zusammenfluss der Zladaščica mit der Tolminka, nahe der Teufelsbrücke und der Dante-Höhle, in der sich angeblich der große Dichter für das Fegefeuer der Göttlichen Komödie inspirieren ließ. Am Ende der Fahrt warten Entspannung dort, wo auch die Soča im idyllisch gelegenen Stausee bei Most na Soci zur Ruhe kommt. 

HINWEIS: Um all die Naturschönheiten zu erreichen, sind kleine Fußmärsche erforderlich.

Soča II: Wilder Fluss in märchenhaften Farbtönen und abgrundtiefen Schluchten

Unterwegs mit Autor Werner Freudenberger auf seinen persönlichen Lieblingsspuren

Freitag, 9. April. 2027

Das Gute liegt so nah! Und lässt sich noch dazu wunderbar erwandern! Das Juwel unter den Weitwanderwegen in den Julischen Alpen, der Juliana Trail, ist bereits seit sieben Jahren zu erobern. Zeit, eine der 16 Tagesetappen endlich zu wagen! Und zwar jene, die recht gemütlich und flach durch einen Teil der schönen Oberkrain von Begunje bis Bled zieht. Kulturelle Kleinode offenbaren sich entlang des Weges, dort, wo man per pedes Land und Leute „hautnah“ kennenlernen kann. In Begleitung von Sašo Gašperin. Er vermittelt an diesem kulturellen Wandertage die Freude am Gehen und am großen kulturellen Erbe seiner Region. Und kaum jemand könnte dies besser tun! Hier, wo seine Familie seit Jahrhunderten verwurzelt ist, widmet sich der Hobbyhistoriker, Wanderführer und Guide schon lange der Geschichte und Schönheit seiner Heimat. Seine Begeisterung gibt er seinen Gästen leidenschaftlich weiter und hat sie auch schon in eigenen Büchern festgehalten. Auf mit ihm zum Juliana Trail!

HINWEIS: Die 4. Etappe des Julianatrail umfasst rund 15 km, 4 Stunden (teilweise auf Asphaltstraße!) reine Gehzeit, 95 Meter Aufstieg, 159 Meter Abstieg (die Burg mit ca. 130 Metern ausgenommen). Die Wanderung ist für den durchschnittlichen gehbegeisterten Gast leicht zu bewältigen.

Wandern mit Kultur auf dem Juliana Trail

Mit einem passionierten Einheimischen von der Wiege der Avsenik-Musik im Dorf Begunje bis zur mächtigen Burg von Bled

Samstag, 1. Mai 2027

Diese Reise gilt nicht nur der außergewöhnlichen Flusslandschaft des Tagliamento, mit den vielen Wasserarmen, Schotterbänken und den faszinierenden Steinen. Das Augenmerk richtet sich diesmal auf die Ufer in der Region Karnien und ihre „Heiligen Orten“. Es handelt sich um Kraftplätze, die bereits in prähistorischer Zeit heidnischen Göttern geweiht waren und später vom Christentum vereinnahmt wurden. Darunter sind die ältesten Zeugnisse des Christentums in Karnien, die imposanten Taufkirchen, auch „Pievi“ genannt, eine Besonderheit, die nur in dieser Gegend zu finden ist. Der Weg führt - teils zu Fuß auf dem Pilgerweg „Cammino delle Pievi“ - von der mächtigen Klosteranlage von San Gallo in Moggio Udinese über die Pieve di Santo Stefano in Cesclans, zu vier weiteren sehenswerten Plätzen und endet an der Pieve di Santa Maria di Gorto mit ihrem kleinen Museum für sakrale Kunst. In dem überwältigend schönen Schotterdreieck, wo sich die Fella mit dem „König der Alpenflüsse“ vereint, wird der Tag im Zeichen spiritueller Juwele mit einem kleinen Picknick gekrönt. 

Gehzeit insgesamt ca. 1-1,5 Stunden

Am Tagliamento Teil III: Orte der Kraft und Kultplätze

Unterwegs mit Autor Werner Freudenberger auf sakralen Spuren

Freitag, 21. Mai 2027

Die seit Ende der 1970er Jahre im (mit wenigen Unterbrechungen) Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindende internationale Ausstellung zeitgenössischer Architektur ist die weltweit bedeutendste Plattform für die Präsentation und Diskussion innovativer Tendenzen in der Architektur und Baukunst. Unter dem Motto „Do Architecture — For the Possibility of Coexistence Facing a Real Reality” fordert das chinesische Kuratorenduo Wang Shu und Lu Wenyu abseits theoretischer Konstrukte ein handfestes Bauen im Hier und Jetzt ein. Angesichts von Klimawandel und Technologie-Entfremdung suchen sie nach einer echten Koexistenz: zwischen Natur und Raum, Stadt und Land sowie künstlicher Intelligenz und Handwerkskunst. Gefragt ist ein zirkuläres, entschleunigtes Bauen, das Tradition und Fortschritt verbindet. Dr. Gerda Madl-Kren, Theologin, Kunsthistorikerin und Künstlerin, zeigt aus ihren Blickwinkeln die Schau. Einer intensiven Führung durch das imposante Arsenale-Gelände am ersten Tag folgt der Besuch auserwählter Pavillons in den Giardini am Tag darauf. Einzelne Juwelen aus der Wahl der „Eventi Collaterali“, der sogenannten Außenstellen werden an beiden Tagen besucht. Sie überzeugen sowohl als bespielte Orte Venedigs wie auch als Ausstellungen selbst. Eine Fülle spannender Eindrücke, Denkanstöße und Inspirationen dürfen erwartet werden.

Biennale di Venezia 2027

20. Internationale Architekturausstellung: „Do Architecture - For the Possibility of Coexistence Facing a Real Reality“.

Dienstag, 25. und Mittwoch 26. Mai 2027

Die einstige Serenissima besteht nicht nur aus dem fischförmigen Venedig mit Rialto und San Marco, sondern auch aus über 120 Inseln verschiedenster Größe, die in der venezianischen Lagune verstreut liegen. Einige waren bereits lange vor der Gründung Venedigs besiedelt, andere wiederum versanken im Laufe der Zeit in der sich witterungsbedingt stets verändernden Lagunenlandschaft. Über die Jahrhunderte hinweg dienten diese oft mythenumrankten Inseln den verschiedensten Zwecken. Das breite Spektrum reicht von prachtvollen Klosterbauten über zweckmäßige militärische Verteidigungsanlagen bis zu spartanischen Spitälern und Quarantäneinseln für Pilger, die auf dem Weg in das Heilige Land waren. Die meisten dieser geschichtsträchtigen Archipele sind heute unbewohnt, manche seit Jahrhunderten verwaist und oft zeugen nur mehr Ruinen von den einst prachtvollen Bauten, mit denen die Serenissima ihre Besucher einst bezauberte. An diesem besonderen Tag nimmt der Bestsellerautor, Genussmensch und Stimmungsvermittler Wolfgang Salomon auf eine Reise in die unbekannte Geschichte der Serenissima mit. Er hat bereits mehrere Bücher über Venedig und die Lagune verfasst hat und kennt die Inseln zwischen der Laguna Morta und der Laguna Sud wie seine Westentasche. Seit vielen Jahren erkundet und fotografiert er die abseitigen Ecken der venezianischen Lagune und ist mehrmals im Jahr mit dem Boot unterwegs, um immer wieder neue Facetten der Serenissima zu entdecken. Gemeinsam mit ihm darf bei dieser besonderen Lagunenfahrt den geheimnisvollen Mythen auf den Grund gegangen werden.

NEUER TERMIN! Die geheimnisvollen Inseln der Serenissima

Unterwegs durch die venezianische Lagune mit dem Venedigautor Wolfgang Salomon

Samstag, 12. Juni 2027

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