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REISEN

Mitten in den Karnischen Bergen hat sich so manch romantisches Bilderbuchdorf seine kulinarische, kulturelle und auch vereinzelt sprachliche Eigenständigkeit bewahrt. In Sauris (Zahre in der lokalen Sprache) heißt man sich mit „Zahre dert uena griessn“ willkommen. Das Bergdorf im Herzen der Karnischen Alpen in Friaul Julisch Venetien ist mit seinen drei Ortsteilen – Sauris di Sotto, Sauris di Sopra und Lateis die höchstgelegene Gemeinde der Region zwischen 1.000 und 1.400 Metern Seehöhe. 2022 wurde Sauris von der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) mit dem prestigeträchtigen Titel „Best Tourism Village” geehrt – als Dorf, das sich durch Authentizität, Nachhaltigkeit und die Aufwertung seines kulturellen Erbes auszeichnet. Hier werden jahrhundertealte Traditionen gepflegt: von der Sauraner Sprache mit ihren mittelalterlichen germanischen Ursprüngen über die Holzarchitektur in Blockbauweise bis hin zu gastronomischen Köstlichkeiten wie dem Prosciutto di Sauris IGP und dem Craft Beer Zahre. Einblicke in einzigartige Wortwelten, Handwerk und regionale Genüsse dürfen an diesem Tag erwartet werden.

NEU! 2. Termin: Sauris: Ein Hoch auf das friulanische Bergdorf!

Wo Tradition auf guten Geschmack trifft

Freitag, 23. Oktober 2026

Triest blickt auf ein reiches jüdisches Leben bis ins 13. Jahrhundert zurück. Dank der offenen Einwanderungspolitik der Habsburgermonarchie wurde die jüdische Triestiner Gemeinde in die städtische Gesellschaft der Hafenstadt integriert, was sie erblühen ließ. Umso mehr nach der Ausrufung des Freihafens 1719 durch Kaiser Karl VI. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert strömten viele osteuropäische Juden nach Triest und reiches jüdisches Leben dauerte bis zur Zeit des Nationalsozialismus an. Heute zählt die einst mit 6000 Mitgliedern sehr große jüdische Gemeinde noch rund 500 Gläubige. Viele Symbole, Stätten und Gebäude, die von dieser spannenden Historie zeugen, sind in der Stadt gut erhalten geblieben. Noch heute lässt sich das jüdische Ghetto, in dem an die 100 Jahre jede Nacht die Tore geschlossen wurden, ausmachen. Die Synagoge beeindruckt u.a. als eine der größten jüdischen Gotteshäuser Europas, der Jüdische Friedhof nicht weniger mit rund 12.000 Grabsteinen. Ein Ausflug in das jüdische Triest der Vergangenheit und Gegenwart bietet Einblick in die spannende, wechselvolle Geschichte und darf auch als Zeichen gegen das Vergessen verstanden werden.

Jüdisches Triest: Shalom!

Eine jahrhundertealte große Geschichte

Donnerstag, 29. Oktober 2026

Absolut stille Tage gibt es in Venedig kaum – und doch existieren sie: die etwas ruhigeren Momente. Die Stunden rund um Allerheiligen laden in der Lagunenstadt zu Besinnung und stillem Gedenken ein. Nach einer jahrzehntelangen Unterbrechung wird eine alte Tradition seit Kurzem wieder zum Leben erweckt und setzt die Friedhofsinsel San Michele magisch in Szene: Für wenige Tage ist sie über die „Ponte Votivo“, eine schwimmende Pontonbrücke, zu Fuß erreichbar. Auf diesen unvergesslichen, fast meditativen Spaziergang über das Wasser folgt der individuelle Besuch des einzigartigen Inselfriedhofs. Sanfter Kerzenschein im exklusiven Ambiente eines Privatpalazzos, abgerundet durch einen feinen, dreistündigen Aperitivo und die herzliche Gastfreundschaft der Dame des Hauses, schenkt diesem Tag das Prädikat einer unvergesslichen Novembererinnerung.

Ein November-Tag in Venedig

Zu Fuß übers Wasser zur Insel der ewigen Stille – im Kerzenschein zum Empfang im Privatpalazzo

Donnerstag, 5. November 2026

Mit seinen rund 200 prächtigen Palazzi ist der einzigartige Canal Grande selbst wohl das beeindruckendste Freilichtmuseum der Welt. Doch atemberaubend sind auch die Schätze hinter den Fassaden der etablierten Museen, die sich im Laufe der Geschichte als fixe Konstante am Canal Grande eingenistet haben. So manche Exponate und so manche Kunst, die seit Jahrzehnten, wenn nicht auch Jahrhunderten zur Schau gestellt werden, sind heute mit Venedig wie verwachsen und gehören sozusagen zum Inventar der Lagunenstadt. Man mag das eine oder andere vielleicht schon gesehen haben. Sie ist es aber wert, immer wieder bewundert zu werden. Kunsthistorikerin Dr. Gerda Madl-Kren führt durch vier von ihr auserlesene Museen und lädt zwei Tage lang auf einen musealen Streifzug höchster venezianischer Güte. Der Fokus liegt auf dem Ausgestellten. Die spannende Geschichte und spannenden Geschichten rund um die Museumsstätten – Ausstellungsstücke per - und auch rund um den Canal Grande dürfen zur Abrundung der Reisetage an dem wohl schönsten Museumsparcours der Welt auch erwartet werden.

Venedig: Die großen Museen am Canal Grande

Wunderkammern zum immerwieder Anschauen

Samstag 14. bis Sonntag, 15. November 2026

Einst verlieh der große steirische Heimatdichter Peter Rosegger dem kleinen Bergdorf Pürgg liebevoll den Titel „Kripperl der Steiermark“ – wohl seiner Idylle und romantischen Lage wegen. Das bis heute weitgehend autofreie historische Dorf, auf einem kleinen Plateau hoch über dem Ennstal, dem mächtigen Grimming gegenüber gelegen, setzt seinem Charme besonders im Advent noch eine leuchtende Krone auf. An zwei Adventwochenenden öffnen die Einheimischen ihre privaten Häuser, Ställe, Garagen, Tennen und Stuben und laden zum lebendigen Wintermärchen. Fernab jeglicher Marktstände. Sie präsentieren direkt in ihren Räumlichkeiten in teilweise jahrhundertealten Gebäuden echte Volkskunst wie Holzschnitzereien, handgegossene Kerzen, Stickarbeiten und Schmiedekunst. Jeder Winkel erzählt von Tradition, jeder Händedruck von echtem Miteinander. Bereits seit 2002 bewahrt der Advent auf der Pürgg seine absolute Authentizität. Er zeigt, was die Steiermark im Herzen trägt: Wärme, Bodenständigkeit und ein Stück Weihnachtswunder.  Zur Einstimmung auf diesen Nachmittag der traditionellen Vorfreude wird auf Schloss Pichlarn Adventliches serviert.

Advent auf der Pürgg

Vorfreude im Kripperl der Steiermark

Samstag, 5. Dezember 2026

Die Soča! Sie gilt für viele als schönster Fluss der Welt. Autor Werner Freudenberger legt sein Hauptaugenmerk an diesem Reisetag auf die gespenstisch tiefen Trog-Schluchten, die sogenannten „Korite“.  Gruselig tief präsentiert sich zu Beginn der Abgrund der Koritnica, einem Nebenfluss der Soča. Ähnlichkeiten mit dem großen Alpenfluss Tagliamento offenbaren sich im weiteren Verlauf, bis sich der faszinierende Fluss wieder einzuengen beginnt. Berückend schön ist einer der größten Wasserfälle Europas, gespenstisch die Schlucht am Zusammenfluss der Zladaščica mit der Tolminka, nahe der Teufelsbrücke und der Dante-Höhle, in der sich angeblich der große Dichter für das Fegefeuer der Göttlichen Komödie inspirieren ließ. Am Ende der Fahrt warten Entspannung dort, wo auch die Soča im idyllisch gelegenen Stausee bei Most na Soci zur Ruhe kommt. 

HINWEIS: Um all die Naturschönheiten zu erreichen, sind kleine Fußmärsche erforderlich.

Soča II: Wilder Fluss in märchenhaften Farbtönen und abgrundtiefen Schluchten

Unterwegs mit Autor Werner Freudenberger auf seinen persönlichen Lieblingsspuren

Freitag, 9. April. 2027

Diese Reise gilt nicht nur der außergewöhnlichen Flusslandschaft des Tagliamento, mit den vielen Wasserarmen, Schotterbänken und den faszinierenden Steinen. Das Augenmerk richtet sich diesmal auf die Ufer in der Region Karnien und ihre „Heiligen Orten“. Es handelt sich um Kraftplätze, die bereits in prähistorischer Zeit heidnischen Göttern geweiht waren und später vom Christentum vereinnahmt wurden. Darunter sind die ältesten Zeugnisse des Christentums in Karnien, die imposanten Taufkirchen, auch „Pievi“ genannt, eine Besonderheit, die nur in dieser Gegend zu finden ist. Der Weg führt - teils zu Fuß auf dem Pilgerweg „Cammino delle Pievi“ - von der mächtigen Klosteranlage von San Gallo in Moggio Udinese über die Pieve di Santo Stefano in Cesclans, zu vier weiteren sehenswerten Plätzen und endet an der Pieve di Santa Maria di Gorto mit ihrem kleinen Museum für sakrale Kunst. In dem überwältigend schönen Schotterdreieck, wo sich die Fella mit dem „König der Alpenflüsse“ vereint, wird der Tag im Zeichen spiritueller Juwele mit einem kleinen Picknick gekrönt. 

Gehzeit insgesamt ca. 1-1,5 Stunden

Am Tagliamento Teil III: Orte der Kraft und Kultplätze

Unterwegs mit Autor Werner Freudenberger auf sakralen Spuren

Freitag, 21. Mai 2027

Die einstige Serenissima besteht nicht nur aus dem fischförmigen Venedig mit Rialto und San Marco, sondern auch aus über 120 Inseln verschiedenster Größe, die in der venezianischen Lagune verstreut liegen. Einige waren bereits lange vor der Gründung Venedigs besiedelt, andere wiederum versanken im Laufe der Zeit in der sich witterungsbedingt stets verändernden Lagunenlandschaft. Über die Jahrhunderte hinweg dienten diese oft mythenumrankten Inseln den verschiedensten Zwecken. Das breite Spektrum reicht von prachtvollen Klosterbauten über zweckmäßige militärische Verteidigungsanlagen bis zu spartanischen Spitälern und Quarantäneinseln für Pilger, die auf dem Weg in das Heilige Land waren. Die meisten dieser geschichtsträchtigen Archipele sind heute unbewohnt, manche seit Jahrhunderten verwaist und oft zeugen nur mehr Ruinen von den einst prachtvollen Bauten, mit denen die Serenissima ihre Besucher einst bezauberte. An diesem besonderen Tag nimmt der Bestsellerautor, Genussmensch und Stimmungsvermittler Wolfgang Salomon auf eine Reise in die unbekannte Geschichte der Serenissima mit. Er hat bereits mehrere Bücher über Venedig und die Lagune verfasst hat und kennt die Inseln zwischen der Laguna Morta und der Laguna Sud wie seine Westentasche. Seit vielen Jahren erkundet und fotografiert er die abseitigen Ecken der venezianischen Lagune und ist mehrmals im Jahr mit dem Boot unterwegs, um immer wieder neue Facetten der Serenissima zu entdecken. Gemeinsam mit ihm darf bei dieser besonderen Lagunenfahrt den geheimnisvollen Mythen auf den Grund gegangen werden.

NEUER TERMIN! Die geheimnisvollen Inseln der Serenissima

Unterwegs durch die venezianische Lagune mit dem Venedigautor Wolfgang Salomon

Samstag, 12. Juni 2027

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